Die bequemen Zeiten sind vorbei

Immer mehr FinTech-Unternehmen spezialisieren sich auf die Versicherungsbranche und setzen als InsurTechs die etablierten Versicherer unter Druck. Auf der SZ-Fachkonferenz „Versicherung und Internet“ in Köln, die SMP Strategy Consulting zusammen mit Herbert Fromme von der Süddeutschen Zeitung ausrichtet,  trafen sich Vertreter der etablierten Häuser und der neuen Angreifer. So berichteten z.B. Marius Blaesing, Mitgründer von Getsafe oder Startup-Gründer Dominik Groenen (MassUp) von ihren innovativen Ansätzen im Versicherungsvertrieb. In der Süddeutschen Zeitung kommentiert Ingo Marjan den Ansatz der Online-Makler: „Der Versuch die Kundenschnittstelle zu besetzen, ist schon der richtige.“


Alfons Niebuer führt in seinem Vortrag zu Anspruch und Wirklichkeit der Digitalisierung in der Versicherungsbranche aus, dass unter den InsurTechs nicht nur branchenfremde Angreifer zu finden sind, sondern auch z.B. Maklerpools mit innovativen Apps in den Startlöchern stehen. Etablierte Versicherer haben aktuell noch Probleme die Geschwindigkeit der InsurTechs mitzugehen. Sei es bei der Innovationsgeschwindigkeit oder auch bei veralteten Prozessen im Leadmanagement. Die Transformation zum Omnikanal-Vertriebsmodell bereitet Versicherern erhebliche Schwierigkeiten, da die Integration zwischen alter Offline-Welt und den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung häufig noch nicht klappt und Chancen nicht erkannt werden. Diese Chancen lassen sich vor allem durch eine stärkere Fokussierung auf die Kunden realisieren. Ob das aktuelle Geschäftsmodell der InsurTechs, insbesondere über Online-Kundenportale und mobile Anwendungen für Transparenz über Versicherungsverträge zu sorgen auch in der Zukunft noch Bestand haben wird, wird insbesondere davon abhängen, ob die etablierten Versicherer es zeitnah schaffen, selbst die Kundenschnittstelle zu besetzen.